Permanent Eraser: fuenfunddreissig Durchgaenge, danach kommt die Datei nicht zurueck

Zusammenfassung

Den Papierkorb zu leeren nimmt nur den Eintrag aus dem Verzeichnis; die Bytes bleiben auf der Platte. Dieses freie quelloffene Programm fuer macOS ueberschreibt sie immer wieder, bis nichts mehr zu retten ist, bietet ein schnelleres Verfahren mit drei Durchgaengen, wenn fuenfunddreissig mehr Geduld verlangen als die Aufgabe verdient, und laesst Verfahren, Ton und Sinnbild aendern. Auf einer mechanischen Platte ist es am verlaesslichsten, und das sagt es auch.

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Name
Permanent Eraser
Version
2.8.2
Preis
Kostenlos
Open Source
Open Source
Betriebssystem
macOS
Aktualisiert
2026-10-06 22:21

Den Papierkorb zu leeren ist nicht dasselbe wie zu vernichten

Eine Datei in den Papierkorb ziehen, den Papierkorb leeren, und der Schreibtisch legt nahe, die Sache sei erledigt. Was wirklich geschieht, ist kleiner: der Eintrag im Verzeichnis wird als frei vermerkt, und die Bytes liegen weiter auf der Platte und warten darauf, dass das naechste Werkzeug zur Wiederherstellung vorbeikommt und sie einsammelt. Bei einer Einkaufsliste ist das gleichgueltig. Bei einem Vertrag, einer alten Rechnung, einem Lichtbild, das niemand sonst sehen soll, ist es alles andere als gleichgueltig. Permanent Eraser ist ein freies Programm fuer macOS, das den Inhalt vernichtet, indem es ihn immer wieder ueberschreibt, bis nichts Errettbares mehr uebrig ist, und das tut es seit 2004, mit jeder Fassung des Systems Schritt haltend und im September 2026 noch immer erneuert.

Permanent Eraser

Ein kleines Werkzeug, mehrere Grade der Kraft

Der ganze Gedanke ist das Ueberschreiben. Vorgegeben schreibt das Programm die Daten fuenfunddreissig Mal ueber, das strengste Verfahren, das fuer magnetische Traeger gebraeuchlich ist; wer mehr Geduld aufbringen muesste, als die Aufgabe verdient, greift zu einem Verfahren mit drei Durchgaengen nach der Beschreibung des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten, und fuer den Fall, dass allein die Schnelligkeit zaehlt, gibt es einen einzigen Durchgang mit Zufallsdaten. Danach hoert es nicht auf: der Name wird verdreht, die Laenge auf beinahe nichts gekuerzt, und erst dann verschwindet die Datei aus dem Dateisystem, sodass auch die Frage, wie sie frueher geheissen hat, keine Antwort mehr findet.

Darauf ziehen, und es ist vorbei

Es gibt keine Oberflaeche zu lernen. Das Sinnbild des Programms kommt in das Fach oder an den Rand des Dateibrowsers, eine Datei oder ein Ordner wird darauf gezogen, und das Vernichten beginnt sofort. Dieselbe Arbeit ist ueber das Menue des Systems zu haben, das sich mit einem rechten Klick oeffnet, und das Programm laesst sich auch von sich aus starten, um den ganzen Papierkorb auf einmal zu leeren. Eine Handlung fuer das Automationswerkzeug, das zum System gehoert, macht Arbeit in Mengen moeglich, sodass eine ganze Reihe von Dateien dieselbe Behandlung erfaehrt, ohne dass jemand davor sitzt. Alles daran ist klein: keine umstaendliche Einrichtung, und waehrend des Laufs ist es kaum zu bemerken.

Ein Werkzeug aus der Zeit der drehenden Platte, und ein Wort an die Besitzer von Speicherzellen

Eines muss deutlich gesagt werden. Vielfaches Ueberschreiben war fuer Platten gedacht, die immer an dieselbe Stelle schreiben. Eine moderne Platte mit Speicherzellen verteilt ihre Schreibvorgaenge, um die Zellen zu schonen, und verwaltet sie mit einer Anweisung zum Ausduennen, sodass der ueberschriebene Block nicht notwendig der Block ist, auf dem die Daten wirklich liegen; wiederholtes Schreiben hat auf so einer Platte begrenzte Wirkung und kann sie sogar schneller verschleissen. Bei dieser Art von Speicher ist die bessere Antwort die Verschluesselung der ganzen Platte, eingeschaltet bevor etwas Empfindliches geschrieben wird, oder das sichere Loeschen, das der Hersteller der Platte anbietet. Fuer eine aeussere mechanische Platte, fuer aeltere Geraete und fuer Daten, die vor dem Einschalten der Verschluesselung entstanden sind, bleibt dieses Programm eine verlaessliche Antwort.

Ein Werkzeug, das seine Grenzen nennt

Software dieser Art laesst sich gern alles zutrauen: hineinwerfen, und die Daten sind fort, das klingt sauber. Was auf einer Maschine bleiben sollte, ist eher das, was zuerst sagt, wo es nicht weiterkommt. Dieses Programm tut das in seiner Anleitung selbst: das Ueberschreiben ist fuer eine drehende Platte gedacht, auf einer Platte mit Speicherzellen bleibt die Wirkung begrenzt und der Verschleiss kann schneller gehen. Diese Offenheit ist kein Mangel, sie ist das rechte Mass. Wer die Grenze kennt, wechselt die Methode zur richtigen Zeit: schaltet die Verschluesselung ein, wo sie hingehoert, nimmt das Loeschen des Herstellers, wo es hingehoert, statt eine empfindliche Datei hineinzuwerfen und sich zu frueh zu beruhigen. Ein Werkzeug, das trennt, was es kann, von dem, was es nicht kann, laesst die Verantwortung an der richtigen Stelle.

Frei, offen und still

Es kostet nichts, und nichts wird von der freien Fassung zurueckgehalten: kein Teil hinter einem Kauf verschlossen, keine Werbung, keine Sammlung dessen, was man tut. Der Quelltext liegt offen, wer die Behauptung pruefen will, kann ihn lesen, und die Oberflaeche ist in viele Sprachen uebersetzt. Die Einstellungen lassen mehr zu, als die kleine Groesse vermuten laesst: Verfahren, Ton am Ende einer Aufgabe und das Aussehen des Sinnbilds sind alle zu aendern. Wer nun und dann eine empfindliche Datei vernichten muss und dafuer kein grosses Paket zur Sicherheit abonnieren will, hat hier eine vernuenftige Sache im Fach liegen.

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Unterstützte Systeme: macOS